Jugendfeuerwehren im Team erfolgreich

Hüttenberg-Rechtenbach. Rund 150 Mitglieder aus den Jugendfeuerwehren im Lahn-Dill-Kreis haben am Samstag um die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr gekämpft. An der Schwingbachschule Rechtenbach traten sie in 16 Gruppen zur Leistungsspange an.

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In fünf Disziplinen mussten sie theoretisches Wissen, feuerwehrtechnisches Geschick und ihre Fitness unter Beweis stellen. Beim Aufbau eines Löschangriffs simulierten sie die Wasserentnahme aus einem Gewässer mit anschließender Vornahme von drei Rohren. Schnelligkeit und Geschick war beim Aufbau einer 120 Meter langen Schlauchleitung in weniger als 75 Sekunden gefragt. Dazu waren acht Schläuche zu kuppeln, in denen keine Windungen sein durften. Kenntnisse über Technik und Organisation der Feuerwehr sowie aus Politik und Allgemeinwissen, waren in der Fragerunde des Theorieteils einzubringen. Sportlich wurden die Gruppen bei einem 1.500 Meter Staffellauf gefordert, der in knapp vier Minuten zu absolvieren war. Manche benötigen hier einen zweiten Versuch. Schließlich galt es beim Kugelstoßen eine Gesamtweite von 55 Metern zu erreichen. Die Wertungsrichter um Rolf Lengemann und Gerald Morneweg von der Hessischen Jugendfeuerwehr bewerteten darüber hinaus auch Auftreten und Disziplin der Jugendlichen. Da die Aufgaben nur gemeinsam zu meistern waren, kam es auf Teamarbeit an. Um die anspruchsvollen Aufgaben zu meistern, haben viele der Teams schon vor den Sommerferien mit dem Training begonnen.

Moritz Jung, Maximilian Jung und Luca Perio (v.l.) von der Jugendfeuerwehr Wetzlar bauen eine Saugleitung für den Löschangriff auf.
Moritz Jung, Maximilian Jung und Luca Perio (v.l.) von der Jugendfeuerwehr Wetzlar
haben eine Saugleitung für den Löschangriff aufgebaut, die nun von Luca an die Pumpe angeschlossen wird.

Bei der Schnelligkeitsübung waren acht Schläuche auszuwerfen und windungsfrei miteinander zu verbinden.
Bei der Schnelligkeitsübung waren acht Schläuche auszuwerfen und windungsfrei miteinander zu verbinden.

Die Teams bestanden aus jeweils neun Jugendlichen, im Alter von 15 bis 18 Jahren. Sie traten zum Teil als Kooperation mehrerer Feuerwehren auf, weil sie alleine nicht genug Teilnehmer hätten. So traten beispielsweise die Hohenahrer gemeinsam mit den Jugendlichen aus Bischoffen und Siegbach an. „Für viele war das der Höhepunkt ihrer Jugendfeuerwehr-Ausbildung. Ab 16 Jahren können sie den Grundlehrgang belegen und an die Einsatzabteilungen herangeführt werden“, sagte Verbandsjugendfeuerwehrwart Michael Stroh (Lahnau), der zahlreiche Gäste zur Veranstaltung begrüßen durfte.

Tobias Benner und Timo-Johannes Fuchs (v.l.) aus der gemeinsamen Gruppe der Hohenahrer und Bischoffener Jugendfeuerwehren beim Staffellauf.Hüttenbergs Bürgermeister Christof Heller (CDU) und Erster Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber (Grüne) richteten sich in Grußworten an den Feuerwehrnachwuchs. „Ich möchte viele von euch zukünftig bei meinen Bürgermeister-Kollegen in den Einsatzabteilungen sehen“, richtete sich Heller an die Jugendlichen. Zu den Gästen zählten auch Landtagsabgeordneter Hans-Jürgen Irmer (CDU), die Kreistagsabgeordneten Franz-Ludwig Löw und Stephan Stein (CDU), Gemeindevertreter Dirk Rink (Grüne), Kreisbrandinspektor Rupert Heege, Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Zell, Wetzlars Stadtbrandinspektor Erwin Strunk und der Gemeindebrandinspektor von Hüttenberg, Stephan Stein. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Verbandsjugendfeuerwehr Wetzlar. Um die Verpflegung der Teilnehmer und Betreuer kümmerten sich die Hüttenberger Jugendfeuerwehren um Gemeindejugendwart Carsten Loh.

Ein Team erreichte das angestrebte Ziel am Samstag nicht. Ende Oktober hat es in Herbstein (Vogelsbergkreis) die Möglichkeit seine Leistungen erneut vorzuweisen.

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