Teamarbeit führt zur Spange

JFw Aßlar bei der Schnelligkeitsübung
JFw Aßlar bei der Schnelligkeitsübung

Ehringshausen, 17. September. Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung, die Mitglieder der Jugendfeuerwehr erwerben können. Am Samstag traten 23 Gruppen aus den Landkreisen Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Rheingau-Taunus im Ehringshäuser Roquemaure-Stadion an. [Video auf mittelhessen.de]

In fünf Disziplinen mussten die 15- bis 18-Jährigen theoretisches Wissen, feuerwehrtechnisches Geschick und ihre Fitness unter Beweis stellen. Beim Aufbau eines Löschangriffs simulierten sie die Wasserentnahme aus einem Gewässer mit anschließender Vornahme von drei Rohren. Schnelligkeit und Geschick waren beim Aufbau einer 120 Meter langen Schlauchleitung in weniger als 75 Sekunden gefragt. Dazu mussten die Jugendlichen acht Schläuche verkuppeln.

JFw Aßlar bei der Schnelligkeitsübung

JF Aßlar bei der Schnelligkeitsübung

Kenntnisse über Technik und Organisation der Feuerwehr sowie über Politik und Allgemeinwissen galt es dann in einer Fragerunde des Theorieteils einzubringen. Sportlich forderte ein 1500-Meter-Staffellauf die Jugendfeuerwehren, der in knapp vier Minuten zu absolvieren war. Manche benötigen hier einen zweiten Versuch.

Schließlich galt es, beim Kugelstoßen eine Gesamtweite von 55 Metern zu erreichen. Da die Disziplinen nur gemeinsam zu meistern waren, kam es auf Teamarbeit an. Auch Auftreten und Disziplin wurden von der Jury um den stellvertretenden Verbandsjugendwart Michael Stroh (Lahnau) bewertet. Über Wochen und Monate hatten die Jugendlichen für diesen Tag geübt.

Die JF Wetzlar beim Aufbau der Saugleitung

JF Wetzlar baute zum Löschangriff eine Saugleitung auf

Joshua Effert (l.) und Jonathan Köhlinger von der Jugendfeuerwehr Wetzlar nahmen beim Löschangriff ein Rohr vor.

… und nahm anschließend drei Rohre vor.

Die Gruppen bestanden aus je neun Jugendlichen. Sie traten zum Teil als Kooperation verschiedener Feuerwehren an, weil sich alleine nicht genug Teilnehmer gefunden hätten. „Für viele war das der Höhepunkt ihrer Jugendfeuerwehr-Ausbildung. Ab 16 Jahren können sie den Grundlehrgang belegen und an die Einsatzabteilungen herangeführt werden“, so Kreisjugendwart Steffen Zell aus Ehringshausen. Er konnte zum Wettbewerb auch viele Gäste begrüßen.

So richteten Ehringshausens Bürgermeister Jürgen Mock und Landrat Wolfgang Schuster (beide SPD) Grußworte an den Feuerwehrnachwuchs. „Bleibt dem Feuerwehrwesen erhalten“, richtete sich der Landrat bei der abschließenden Verleihung an die Jugendlichen. Zu den Besuchern gehörten auch die Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer (CDU), Landtagsabgeordneter Dr. Matthias Büger (FDP), die Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller (CDU), der Vorsitzende der Gemeindevertretung Ehringshausen, Dr. David Rauber (SPD), Kreisbrandinspektor Rupert Heege und der Gemeindebrandinspektor von Ehringshausen, Matthias Regel. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Verbandsjugendfeuerwehr Wetzlar. Um die Verpflegung der rund 280 Teilnehmer und Betreuer kümmerten sich die Ehringshäuser Jugendfeuerwehren unter Leitung von Gemeindejugendwart Jan Kreuter.

Landrat Wolfgang Schuster und weitere Ehrengäste

Landrat Wolfgang Schuster (3.v.l.) und weitere Ehrengäste

Als erfolgreiche Gruppen aus dem Lahn-Dill-Kreis gingen die Jugendfeuerwehren Aartal, Aßlar, Ehringshausen, Haiger, Hüttenberg, Schöffengrund und Wetzlar hervor.

Drei Gruppen erreichten das angestrebte Ziel am Samstag nicht. Für sie gibt es jedoch Ende Oktober im Vogelsbergkreis erneut die Möglichkeit, ihre Leistungen zu beweisen.

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