Michael Stroh ist neuer Verbandsjugendwart

Neu gewählte und verabschiedete Mitglieder der Verbandsjugendleitung, v.l. Alexander Marchel, Timo Gröf, Reiner Jüngst, Björn Hartmann, Karin Schäfer, Carsten Loh, Alexander Lotz, Michael Stroh, Kerstin Schmidt, Fabian Herr, Christian Failing, Sebastian Luft und Steffen Zell.
Neu gewählte und verabschiedete Mitglieder der Verbandsjugendleitung, v.l. Alexander Marchel, Timo Gröf, Reiner Jüngst, Björn Hartmann, Karin Schäfer, Carsten Loh, Alexander Lotz, Michael Stroh, Kerstin Schmidt, Fabian Herr, Christian Failing, Sebastian Luft und Steffen Zell.

Greifenstein-Allendorf. Michael Stroh ist neuer Verbandsjugendwart im Feuerwehrverband Wetzlar. Die Delegierten der Jugendfeuerwehren wählten ihn am Samstag in der Ulmtalhalle als Nachfolger von Alexander Lotz (Niedergirmes), der aus persönlichen Gründen nicht mehr antrat.

In geheimer Wahl sprachen sich 94 der 107 Delegierten für Stroh (Atzbach) aus. Stroh war bislang einer der Stellvertreter von Lotz und zuständig für das Fachgebiet Wettbewerbe. Als Nachfolger wählte die Versammlung Christian Failing (Büblingshausen). Im Amt bestätigt wurden Schriftführerin Karin Schäfer (Waldgirmes), Sebastian Luft (Daubhausen) für das Fachgebiet Jugendflamme und Timo Gröf (Niederlemp), Öffentlichkeitsarbeit. Kerstin Schmidt (Stockhausen), bisher ebenfalls für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, schied aus dem Verbandsvorstand aus. Für ihre Unterstützung erhielt sie die Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Bronze.

Neu gewählte und verabschiedete Mitglieder der Verbandsjugendleitung, v.l. Alexander Marchel, Timo Gröf, Reiner Jüngst, Björn Hartmann, Karin Schäfer, Carsten Loh, Alexander Lotz, Michael Stroh, Kerstin Schmidt, Fabian Herr, Christian Failing, Sebastian Luft und Steffen Zell.

Neu gewählte und verabschiedete Mitglieder der Verbandsjugendleitung, v.l. Alexander Marchel, Timo Gröf, Reiner Jüngst, Björn Hartmann, Karin Schäfer, Carsten Loh, Alexander Lotz, Michael Stroh, Kerstin Schmidt, Fabian Herr, Christian Failing, Sebastian Luft und Steffen Zell.

Lotz, der sein Amt vier Jahre ausübte und insgesamt zwölf Jahre im Vorstand tätig war, ging in seinem Jahresbericht auf die Mitgliederentwicklung ein. Zum Jahresende waren 728 Jugendliche, davon 153 Mädchen, in den Jugendfeuerwehren aktiv. Das sind 57 weniger als im Vorjahr. 151 Neuaufnahmen standen 67 Übernahmen in die Einsatzabteilung und 141 Austritte gegenüber. 31 der 65 Jugendfeuerwehren hätten Nachwuchssorgen. „Der demographische Wandel spielt ebenso eine Rolle, wie höhere Anforderungen in Schule und Beruf. Außerdem stehen wir in Konkurrenz zu einem Überangebot an Freizeitbeschäftigungen und neuen Medien“, sagte Lotz. Um dem entgegen zu wirken, sei „Kommunikation“ das Zauberwort. Lotz empfahl einen runden Tisch mit Jugendlichen, Führungskräften der Feuerwehr sowie Vertretern der Gemeinde: „Besprecht ehrlich, was euch in der Feuerwehr stört und was ihr euch für die Zukunft wünscht“.
360 Übernahmen in den vergangen fünf Jahren belegten die Bedeutung der Jugendfeuerwehr als Nachwuchsbasis der Einsatzabteilungen. „Jugendfeuerwehr ist eine Erfolgsgeschichte“, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Wolfgang Blicker in seinem Grußwort. Sie sei Garant dafür, dass den Bürgern auch zukünftig schnelle und kompetente Hilfe zukommt. „Wir verlieren im Lahn-Dill-Kreis jedes Jahr ein Dorf.“, sagte Landrat Wolfgang Schuster (SPD) zu den Auswirkungen des demographischen Wandels. Er erinnerte daran, dass Feuerwehr eine staatliche Aufgabe im Ehrenamt ist. Sie sei besonders zu unterstützen. Greifensteins Bürgermeister Martin Kröckel (parteilos), Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Zell, Greifensteins Gemeindebrandinspektor Nick Kramer sowie Claudio Becker (Verband Dill) und Friedhelm Schmitz (Verband Wetzlar) dankten den Jugendwarten für ihr Engagement und unterstrichen die Bedeutung der Nachwuchsarbeit in der Feuerwehr.
Höhepunkt des vergangenen Jahres war das gemeinsame Zeltlager der Hilfsorganisationen des Lahn-Dill-Kreises am Aartalsee. 850 Jugendliche schlugen dort für fünf Tage ihre Zelte auf. Zwölf Jugendfeuerwehren aus dem Lahn-Dill-Kreis traten in Ehringshausen erfolgreich zum Erwerb der Leistungsspange, der höchsten Auszeichnung der Jugendfeuerwehr, an. Zum Wandertag in Solms schnürten 260 Jugendliche die Stiefel. In einer hessenweiten Aktion warben die Jugendfeuerwehren unter dem Motto „Kommt macht mit“ an den Schulen um Mitglieder. In der Zusammenarbeit mit den Schulen müssten weitere Anstrengungen unternommen werden. „Das geht nur, indem die Gemeinden Geld in die Hand nehmen und mit Honorar-Kräften dauerhafte Angebote installieren“, sagte Lotz. Er dankte den Jugendwarten und Betreuern, die im vergangenen Jahr 3.459 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung, 2.331 Stunden allgemeine Jugendarbeit und 7.976 Stunden für Vor- und Nachbereitung sowie Sitzungen und Tagungen aufwendeten. Hinzu kamen 251 Tage für Fahrten und Freizeiten.

Die Verbandsjugendleitung bedankte bei Alexander Lotz 12 Jahre in der Verbandsjugendleitung. Zum Abschied gab es ein Grillset.

Die Verbandsjugendleitung bedankte bei Alexander Lotz für 12 Jahre in der Verbandsjugendleitung.
Zum Abschied übergaben MIchael Stroh (l.) und Reiner Jüngst (r.) ein Feuerwehr-Grillset.

Jugendsprecher Tim Banzhof (Erda) berichtete von drei Treffen des Jugendforums, die sich mit dem Mitgliederrückgang, Behinderten in der Jugendfeuerwehr und der Planung für den Hessentag beschäftigten. Dort werden sich die Jugendfeuerwehren auf dem „Platz der Hilfsorganisationen“ der Öffentlichkeit präsentieren und mit einem eigenen Wagen am Festzug teilnehmen

Aus dem kürzlich vorgelegtem Jahresbericht des Lahn-Dill-Kreises geht hervor, dass in den 144 Freiwilligen Feuerwehren 3.559 Männern und Frauen aktiv sind. Das sind 113 weniger als im Vorjahr. Sie rückten im vergangenen Jahr zu 498 Bränden und 1.117 Fällen technischer Hilfeleistung aus. Hierbei konnten 68 Personen bei Brandeinsätzen und 67 Personen bei technischen Hilfeleistungen gerettet werden. Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Zell berichtete, dass mit 1.523 Jungen und Mädchen in den Jugendfeuerwehren der geringste Stand seit 1995 erreicht sei.

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